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¡¡¡¡Ning Caichen war ein Mann aus Zhejian Provinz. Er war grosszuegig, nicht
¡¡¡¡geldgierig und besass sehr viel Selbstachtung. Oft versprach er den anderen:
¡¡¡¡"Man kann sich auf mein Wort verlassen." Zufaellig war er unterwegs nach Jinhua.
¡¡¡¡An der noerdlichen Grenze der Stadt Jinhua angekommen, ruhte er sich in einem Tempel aus. Die Halle und die Tuermer waren grandios, doch das Gras und die Bueschel waren so hoch und verwachsen, dass sie einen Menschen bedecken konnten.
¡¡¡¡Es schien keine Spur von Menschenseele zu geben. Im Westen und Sueden der Halle lagen die Schlafraueme der Moenche, sie waren nicht verschlossen, ausser einem kleinen Zimmer, das im Sueden lag. Es hatte ein neues Schloss. Und im Osten der Halle wuchsen Bambusse, die so dick waren, dass man ein Bambusrohr mit zwei Haenden halten musste. Unter der Treppe war ein riesiger Teich, in dem die wilden Seerosen bluehten. Zu dieser Zeit standen die Regierungspruefungen in Jinhua kurz bevor, deswegen war die Miete in der Stadt sehr hoch. So dachte Ning Caichen daran, im Tempel zu bleiben. Er spazierte herum und wartete auf die Rueckkehr der Moenche. Am Fruehabend kam ein Gelehrte und oeffnete die Tuer von dem kleinen Zimmer im Sueden. Ning Caichen eilte schnell zu ihm, um diesen zubegruessen. Er erzaehlte dem Gelehrten von seiner Absicht, im Tempel zu wohnen.
¡¡¡¡Der Gelehrte sagte: "Der Tempel hat keinen Besitzer, auch ich wohne hier nurals Gast. Wenn Sie diese Verlassenheit und Wildnis ertragen koennen, werdeich mich geehrt fuehlen, von Ihnen am Morgen und Abend gelehrt zu werden."
¡¡¡¡Ning Caichen war sehr froh. Gras ausgebreitet als Bett, ein Brett hingestelltals Tisch, machte er sich bereit fuer eine laengere Wohnzeit. Am selben Abendlag der klare Mond am Himmel, der Mondschein strahlte wie klares Wasser auf dieErde. Im Korridor der Halle sassen die beiden Maenner sich sehr nahe gegenueberund stellten sich vor. Der Gelehrte nannte zuerst seinen Namen: "Mein Nachnameist Yan und mein Name ist Chixia." Ning dachte sich, dass Yan Chixia ein Studentwar, der bei der Regierungspruefung dabei sein wollte. Aber von seinem Akzent herwar er nicht aus Zhejiang. Als Ning Caichen diesen danach fragte, antwortete er:
¡¡¡¡"Ich komme aus Shanxi." Beide sprachen sehr aufrichtig. Nach einer Weile sahensie sich an und hatten sich nichts mehr zu sagen, deswegen wuenschten sie dem anderen Gute Nacht und gingen schlafen.
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¡¡¡¡Weil es die erste Nacht in dem Tempel fuer Ning Caichen war, konnte er nicht einschlafen. Ploetzlich hoerte er im Norden seines Zimmers ein Fluestern, als ob dort Menschen waeren. Er stand auf, ging zum noerdlichen Fenster, kauerte sich an der Fensterbank und schaute vorsichtig nach draussen.Ueber der niedrigen Mauer hinaus, im einem kleinen Hinterhof, sah er eine Frau Ende vierzig. Neben ihr stand noch eine sehr alte Oma mit einem krummen Ruecken, die eine hoelzerne Haarnadel trug. Die beiden redeten unter dem Mondschein. Die Frau fragte: "Wieso ist Xiao Qian so lange noch nicht gekommen?" Die Oma antwortete: "Bald kommt sie." Die Frau meinte: "Hat sie sich nicht bei dir beschwert, Oma?" Oma antwortete darauf: "Beschwert hat sie sich nicht, aber sie war deprimiert." Die Frau sagte: "Mit ihr ist nicht gut Kirschen essen." Kaum hat die Frau ihren Satz beendet, kam schon ein siebzehen- oder achtzehnjaehriges Maedchen, das wunderschoen aussah. Die Oma sagte laechelnd zu ihr: "Man redet nicht hinter dem Ruecken eines anderen. Du kleine Hexe kommst lautlos, zum Glueck haben wir nicht schlecht ueber dich geredet." Dann redete sie weiter: "Meine junge Dame sieht bildschoen aus, wenn ich ein Mann waere, waere ich auch von dir besessen." Das Maedchen antwortete: "Wenn Oma mich nicht lobt, wer dann?" Danach konnte Ning Caichen nicht verstehen, was die Frauen sagten. Ning Zaichen dachte, es waeren die Frauen von der Nachbarsfamilie und hoerte nicht weiter zu. Wieder nach einiger Zeit trat die Stille ein. Fast eingeschlafen, merkte er, dass jemandan seinem Bett stand. Sofort setzte er sich auf und betrachtete die Personforschend, es war das Maedchen aus dem noerdlichen Hinterhof. Er fragte dieseueberraschend, warum sie in seinem Zimmer war. Das Maedchen antwortete laechelnd:
¡¡¡¡"Der Mond ist noch so hell, ich dachte, ich leiste dir ein bisschen Gesellschaft?"
¡¡¡¡Ning Caichen antwortete ernst: "Sie muessen an Ihren Namen denken und ich willauch nicht, dass man heimlich ueber mich redet. Falls wir uns nicht beherrschen koennen, werden wir unseren Anstand verlieren." Das Maedchen sagte: "In der Nachtwird es doch keiner erfahren." Ning Caichen beschimpfte sie laut. Doch das Maedchen hatte nicht die Absicht zu gehen und wollte ihn immer noch ueberreden.
¡¡¡¡Ning Zaichen schrie: "Gehen Sie sofort weg, oder ich rufe den Gelehrten vondem suedlichen Zimmer zu mir!" Das Maedchen war nun veraengstigt und ging. Ander Tuer angekommen, machte sie wieder kehrt und legte ein Goldstueck auf seineBettunterlage. Ning Caichen nahm das Gold und schmiss es in den Hof hinaus undsagte: "Dein Geld wird meine Bettdecke beschmutzen." Das Maedchen schaemte sich,ging in den Hof, nahm ihr Gold und sagte zu sich selbst: "Das Herz dieses Mannesists hart wie Eisen und Stein."
